| Projekt
von "Brot
für Alle" und HEKS
in Andrah Pradesh. Entwicklungsperpektiven
für Tempeldienerinnen und ihre Kinder.
Dreh
für "Mitenand"
SFDRS
Um Unheil abzuwenden, den Göttern für
die Heilung einer Krankheit zu danken oder um Genesung zu
erbitten, weihen Eltern ihre Töchter – irgendwann
zwischen Geburt und Pubertät – der Muttergottheit
Mathamma. Von da an sind die Mädchen Mathas, Tempeldienerinnen.
Sie dürfen nicht heiraten, müssen bei religiösen
Festen als Tänzerinnen arbeiten und werden durch ihnen
zugeteilte Männer sexuell ausgebeutet oder zur Prostitution
gezwungen. 1988 wurde ein Gesetz erlassen, welches das Weihen
verbietet. Aber noch immer gibt es Gegenden, in welchen sich
das Gesetz nur schwer durchsetzen lässt, etwa im Gliedstaat
Andhra Pradesh in Südindien.
RISE, eine Partnerorganisation von HEKS, nimmt sich der Problematik
auf verschiedenen Ebenen an. Zum einen betreibt sie eine Internatsschule
für Mathas und deren Kinder, an welcher das Selbstbewusstsein
der Mädchen und jungen Frauen geweckt wird, wo sie die
Möglichkeiten haben, sich in verschiedenen Tätigkeiten
auszubilden, um trotz ihrer Stigmatisierung ein selbständiges
Leben in Würde und wirtschaftlicher Sicherheit führen
zu können.
Die soziale Wiedereingliederung der Mathas, Öffentlichkeitsarbeit
und die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen, um das Weiheverbot
durchzusetzen, sind weitere Aktivitäten, die beitragen,
den jahrtausendealten Matha-Kult abzuschaffen.
Quelle: HEKS
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